Was ist ein MVP?

MVP ist die Abkürzung für Minimum Viable Product und steht für das kleinstmögliche und realisierbare bzw. mehrwertstiftende Produkt in der Geschäftsmodellentwicklung

Was bedeutet ‚MVP‘?

Der Begriff und die Philosophie hinter Minimum Viable Product (MVP) wurde in der Lean-Startup-Bewegung der frühen 2000er Jahre geprägt und in der Bildung agiler Entwicklungspraktiken ausgearbeitet. Ein MVP beschreibt den grundlegenden Funktionsumfang, der erforderlich ist, um einen Mehrwert für den Kunden zu erzielen, indem eine bestimmte Aufgabe ausreichend und entsprechend den Kundenanforderungen gelöst wird. Gerade in der agilen Produktentwicklung hat sich die MVP-Methode in den vergangenen Jahren etabliert.

Da diese Anforderungen zu Beginn nie zu 100 % definiert sind – weder für den Kunden noch für den Lösungsanbieter – wird ein MVP von Lieferung zu Lieferung iteriert, aber immer nach der Philosophie, pro Iteration 1 Mehrwert für den Kunden freizusetzen. Dieser Prozess ist – laut Lean Startup Methode – ewig, da das dahinter stehende Gedankenmodell Produkte als „nie ganz fertig“ behandelt. Das gegenwärtige Paradigma versteht einen MVP nicht unbedingt als ein Stück Software oder ein digitales oder physisches Produkt. Frühe Phasen können durch eine von Menschen erbrachte Dienstleistung ersetzt werden (z.B. kann der MVP eines Dokumentscanners eine Dienstleistung sein, bei der menschliche Mitarbeiter das Dokument manuell digitalisieren), solange der Kundenwert durch die Dienstleistung freigesetzt wird. MVP ist nicht austauschbar mit „Prototyp“ oder „Proof of Concept“. Letztere Konzepte sollen die Durchführbarkeit auf greifbare Art und Weise beweisen, nicht den Kunden kontinuierlich einen Wert bieten. MVP ist auch nicht zu verwechseln mit einer „sh%tty“-Entwicklung oder dem Leiden der Kunden. Es ist eine Begrenzung des Umfangs, nicht der Qualität.

MVPs in Ihrem Unternehmen

Nach wie vor ist in etablierten Unternehmen die lineare Wasserfall-Methode bei der Produktentwicklung Standard. Bei der Entwicklung eines MVP geht es jedoch um agiles Arbeiten, statt zeitintensiv detaillierte Spezifikationen auszuloten. Das Team beginnt schnell damit, Ideen umzusetzen mit dem Ziel, möglichst schnell Kundenfeedback einzuholen um damit das Produkt kundenorientiert kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Voraussetzungen

  • Schnelligkeit statt Perfektion: Das Unternehmen muss ich im klaren sein, dass es bei der MVP-Methode nicht um eine detaillierte Spezifikation von Produkt-Features geht, sondern darum, Ideen schnell umzusetzen.
  • Auf den Punkt statt alles auf einmal: Besonders in der Testphase ist es extrem wichtig, sich auf das richtige Merkmal (z.B. ein bestimmtes Feature) zu fokussieren und die jeweilige Performance zu messen.
  • Agilität statt Wasserfall: Der Fokus sollte nicht auf einer genauen Planung aller kommenden Schritte liegen, sondern immer auf dem nächst-folgenden Schritt.
  • Es lebe der Mehrwert: Das Ziel ist es nicht, möglichst viele Features auf einmal umzusetzen, sondern vielmehr zu erkennen, wo der tatsächliche Mehrwert des Produktes liegen muss.
  • Weniger statt mehr: Auch wenn ein erfolgreiches Produkt angestrebt wird, ist es genauso wichtig auch auf die Kostenersparnis zu achten.

company42 – Ihr Experte für MVPs

Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt und sprechen Sie mit einem company42 Experten über MVPs

company42 bietet Services zur digitalen Transformation und digitaler Produktentwicklung zum Festpreis. Dank unserem einzigartigen Ökosystem, hervorgegangen aus dem Company Builder mantro bieten wir die einzigartige Kombination aller notwendigen Fähigkeiten aus einer Hand an.