Was sind digitale Geschäftsmodelle?

Bei digitalen Geschäftsmodellen werden im Rahmen einer Transformation analoge Geschäftsmodelle verdrängt, neue Prinzipien der Wertschöpfung geschaffen und auf digitale Weise ein Mehrwert generiert. Dabei werden Technologien und digitale Medien zur Erfüllung von Kundenbedürfnissen angewandt.

Warum digitale Geschäftsmodelle?

Die Digitalisierung und somit die Verdrängung alter, analoger Formate hat auch in der Wirtschaft Einzug gehalten. Digitale Technologien werden also in bereits existierende Geschäftsmodelle integriert – so entstehen neue, digitale Geschäftsmodelle und damit neue Modelle der Wertschöpfung. Durch die Integration digitaler Technologien in Unternehmen gibt es eine weitaus größere Vielfalt an Geschäftsmodellen, die sich auch nicht selten miteinander kombinieren lassen. Dabei reicht es nicht aus, ein analoges Geschäftsmodell nur um eine digitale Komponente (z.B. Online-Shop für ein Ladengeschäft) zu erweitern, dies wäre lediglich die erste Stufe.

Wegbereiter für digitale Geschäftsmodelle:

Um den Weg für digitale Geschäftsmodelle zu bereiten, mussten erst neue Technologien in der Wirtschaft Einzug halten, die entsprechende Weichen in Richtung Digitalisierung gestellt haben. Dabei handelt es sich unter anderem um IoT, AI & Machine Learning, Cloud Plattformen, Big Data, Robotics oder Blockchain.

Digitale Geschäftsmodelle

Durch die Digitalisierung hat sich der Fokus des Marktangebotes geändert. Während vor nicht allzu lange Zeit Produzenten und Dienstleister das Angebot am Markt bestimmten, werden Märkte heute vermehrt durch Kundennachfrage und Bedürfnisse geprägt. Aber welche digitale Geschäftsmodelle gibt es überhaupt?

Beispiele digitaler Geschäftsmodelle

Freemium: Der Basisteil eines Produktes wird kostenlos angeboten, für die volle Version oder das komplette Produkt werden Kosten für den Kunden erhoben. Durch die Automatisierung erfolgt der normalerweise recht aufwändige Vertriebsprozess vereinfacht, digital und mit weniger Personalaufwand. Die Schwierigkeit für das Unternehmen besteht darin, den Kunden von der Freemium-Version zu einer bezahlten Version zu transferieren.

Subscription: Eine erweiterte Variante des Freemium-Modells ist das Subscription-Modell. Dieses Modell gibt es schon länger, etwa als Mitgliederbeitrag für das Fitnessstudio oder das monatliche Abo für Handyverträge. Auch beim digitalen Geschäftsmodell zahlen Nutzer einen monatlichen Beitrag um Zugriff auf gewünschte Services oder Produkte zu erhalten. Beispiele wären hier z.B. Netflix oder Spotify. Der Kunde zahlt hier im Vergleich zum Freemium Modell von Anfang an, d.h. das Unternehmen profitiert direkt zu Beginn von Erlösen.

Marktplatz / Plattform: Der analoge Marktplatz, auf dem mehrere Marktakteure miteinander interagieren wird auf eine digitale Ebene gehoben. Berühmte Beispiele für das digitale Geschäftsmodell Plattform sind z.B. Amazon oder Expedia. Die Unternehmen selbst haben meist keine eigene Produktion, sondern sind eher als Händler oder Hersteller unterwegs. Marktplätze liefern Herstellern und Händlern eine großartige Option, weitere Vertriebskanäle zu nutzen um das eigene Unternehmen voran zu treiben. Mittelständische Unternehmen greifen oft auf das Marktplatz-Modell zurück, da hier nicht sofort ein eigenes Online-Shop aufgebaut werden muss, sondern zunächst auf risikoarme Art erste Erfahrungen im digitalen Business gemacht werden können.

Pay-per-Use: In diesem Modell wird nicht der Besitz oder der Kauf, sondern der Verbrauch oder die Nutzung eines Wirtschaftsguts gewinnbringend angeboten. Durch digitale Technologien können Nutzung bzw. Verbrauch gemessen werden und berechnet werden. Ein entsprechendes Modell findet sich z.B. bei ShareNow, Carsharing. Das gleiche Modell kann auch im Industrie-Bereich angewendet werden, z.B. durch Messung von Betriebsdauer, Zahl produzierter Einheiten oder abgelesener Daten. Gerade Kundengruppen, die keine großen Investitionen tätigen möchten werden von diesem Geschäftsmodell angesprochen.

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